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Ausländerfeindlichkeit – ein heikles Thema

Proteste gegen das Heim für Ausländer, zwei ausländische Studenten geschlagen, 68% der Befragten gegen die Zulassung der Flüchtlinge aus Tunesien – so könnten die Schlagzeilen aussehen, weil die Übergriffe auf Ausländer trotz des vereinten Europas gar keine Ausnahme sind.

 

Der Grund dafür ist sicher die Armut, die Unsicherheit, sozialer Absturz oder einfach Angst vor dem Unbekannten.

Die Ausländer bekommen selten bessere Jobs. Oft werden sie schwarz beschäftigt. Oft ohne gerechten Lohn, ohne Versicherung und ärztliche Fürsorge. Ähnlich wurden auch Polen vor 1989 behandelt, als sie für Arbeit nach Westeuropa fuhren. Viele erinnern sich bis heute, wie peinlich und beschämend es für sie war, niedrige Arbeiten zu machen oder von den Einheimischen missachtet zu werden. Arbeitsverhältnisse sind nur eine, wenn auch nicht die einzige Seite der Abneigung gegenüber Ausländern. Die sozialen Ängste die sich gegen die Fremden richten, werden oft durch Rechtsradikale genutzt. Viele reagieren auch aggressiv.

Die versteckte Ausländerfeindlichkeit finde ich am gefährlichsten. Es handelt sich dabei um eine auf spießige Art und Weise nach außen getragene Offenheit und versteckte Vorurteile und Stereotypen. Es gibt mehrere Bürger, die sich über offene Grenzen, Bewegungsfreiheit freuen und sich zugleich keine Ausländer in ihrer Nähe wünschen. Sie haben scheinbar nichts gegen bedauernswerte Flüchtlinge, bloß was wäre es für eine Katastrophe, wenn sich einmal die liebe Tochter oder der liebe Sohn in jemanden verliebt, der vielleicht schwarz ist. Hier steht nicht nur vor den Politikern, Kulturanimateure, Journalisten, sondern auch vor jeden von uns viel Arbeit, bevor es zu spät sein wird.

 

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