Nauka języka niemieckiego

Die Osternsitten in Polen und Deutschland

Im alten Polen wurde Ostern pompös und freudig begangen. Während der vierzigtägigen Fastenzeit aß man sehr spärlich: saure Mehlsuppe, Grütze, Kohl oder Heringe. Die Masuren hielten sich am eifrigsten an das Fasten, weil sie sogar keine Milch tranken.

Dieses Menüs waren alle am Ende des Fastens so überdrüssig, dass man am Karfreitag „ein Begräbnis des Herings“ feierte. Er wurde als Strafe an einen Zweig gehängt dafür, dass er sechs Wochen über das Fleisch dominierte und menschliche Mägen hungern ließ.

In der Karwoche war fast jeder Tag voll von traditionellen Ritualen. Am Palmsonntag nahm man an einer Prozession mit der hölzernen Figur von Christus teil. Am Grünsonntag waren die kirchlichen Glocken schon still und man hörte nur die alten Holzklappern. Am Karfreitag besuchten die Menschen in den Kirchen das Grab von Christi. Endlich kam der Ostersonnabend. Die Kinder brachten in die Kirche zur Weihung Nahrungsmittel: Schinken, Napfkuchen, Meerrettich und Ostereier, die vorher in jedem Haus schön geschmückt wurden.

Und heute

Viele von diesen Sitten sind bis heute geblieben. Zwar sind wir heutzutage nicht sehr bereit, so eifrig zu fasten, aber Eierschmücken, Weihung der Osterspeisen, Bescherung werden nach wie vor gerne zelebriert. Das Ei ist bis heute ein Symbol des neuen Lebens und der wieder erwachenden Natur. Auch heute bereiten wir eine Reihe von Osterkuchen zu. Die Auferstehungsmesse ist in vielen Häusern während Ostern ein fester Punkt. Danach kann endlich gefeiert werden. Nach der Messe wird ein festliches Osterfrühstück vorbereitet, wenn sich die ganze Familie an den Tisch setzt und die geweihten Speisen verzehrt. Auf dem Tisch stehen meistens: Weißwurst, saure Mehlsuppe, Eier, verschiedene Fleischsorten, grüne Salate und Osterkuchen. Oft werden dabei die Glückwünsche ausgesprochen und das Ei unter den Familienmitgliedern geteilt.

Am Ostersonntag fließt immer noch viel Wasser. Früher machten die Dorfjungen allerseits bekannt, welche Mädchen begossen werden, und wie viel Stroh und Sand sie benutzen werden, um sie zu scheuern. Lange Zeit war das Begießen mit Wasser mit zwei Sitten verbunden. Die Jungen zogen von einem Mädchenhaus zum anderen und bekamen das österliche Lösegeld. Es sollte die Häuser vor Brandstiftungen und Raubüberfällen schützen. Andererseits markierte der Brauch auch einen Tag, an dem die Mädchen von den Jungen mit den Ruten geschlagen und mit Wasser besprengt wurden.

Das Ostern in den deutschsprachigen Ländern beginnt am Karfreitag. Sonntag und Montag werden besonders feierlich begangen. Für das Osterfest ist ein Osterstrauß charakteristisch. Das sind grüne Zweige mit ausgeblasenen Ostereiern geschmückt und in eine Blumenvase gestellt. Ein wichtiges Element des Ostertischs ist ein Osterhase, der so populär wie bei uns ein Osterlamm aus Zucker ist. Mit der Ostertradition ist noch eine Sitte verbunden. Die bemalten Ostereier werden in Osternestern versteckt. Die Eltern halten sie zu Hause oder im Garten verborgen und die Kinder versuchen sie am Sonntag zu finden. Es gibt viel Freude dabei. Man bereitet auch kleine Geschenke vor, die in den großen, farbigen Ostereiern aus Pappe untergebracht werden.

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