Nauka języka niemieckiego

Wenn ich auf der einer unbekannten Insel wäre?

Was würde ich machen, wenn ich auf einer einsamen Insel wäre, wo es wahrscheinlich keine anderen Leute gäbe? Und wenn es dort Einheimische geben würde, wie würden sie auf mich reagieren?

Sollte mein Aufenthalt geplant sein, würde ich mich dementsprechend darauf vorbereiten. Statt in der Schule weitere Kenntnisse zu erwerben, die auf der Insel unbrauchbar wären, würde ich noch einmal das Buch über Robinson Crusoe lesen. Meistens ist jedoch der Aufenthalt auf einer abgelegenen Insel ein Zufall, die Folge eines Unfalls: plötzlich und überraschend.

In den Filmen gilt folgendes Szenario: Während einer Schiffsreise kommt es zur Katastrophe, das Schiff versinkt und die Schiffspassagiere versuchen sich zu retten. Dann erwachen sie in der Sonne an einem Sandstrand, wo keine Spuren der zivilisierten Welt zu sehen sind. Und dann stellt sich heraus, dass der Traum von der unberührten Insel oder von den exotischen Abenteuern in der Wirklichkeit nicht sehr wünschenswert ist. Es erscheinen Wut, Verzweiflung, Hilfslosigkeit und erst dann kommt es zum Umbruch, dass man sich zusammenreißen muss und Schritt für Schritt mit der Hoffnung, doch irgendwann gefunden zu werden, sich ein neues Leben organisiert.

Ähnlich könnte es auch in meinem Fall aussehen. Zuerst passives Warten auf die Hilfe und erst dann, wenn der Hunger und die Kälte unerträglich wären, müsste ich mir eine Bambushütte aufbauen. Sie würde bestimmt komisch aussehen, weil ich keine Ahnung von technischen Angelegenheiten habe. Und von Werkzeug wäre auch nur zu träumen. Es gäbe kein Messer, keine Axt und sogar keine Nägel. Deswegen wäre es aus Holzstücken gebaut, die mit den welken Blättern bedeckt wären. Ich glaube, dass ich mich nach einer Zeit auf dieser Insel sehr wohl fühlen würde. Ich würde spazieren gehen, die Landschaft bewundern. Wie in jedem Film dürfte es aber an kritischen Momenten nicht fehlen. Und so wäre es auch bei mir. Eines Tages würde ich eine Menge Schädelhaufen entdecken. Die menschenleere Insel stellt sich als ein Paradies für Menschenfresser heraus. Innerhalb einer Sekunde wäre ich von einer Gruppe von Einheimischen umgeben. Alle würden ähnlich aussehen, der Befehlshaber wäre nicht festzustellen. Ich würde versuchen sie zu überzeugen, dass ich ein Freund bin. Leider wären meine Versuche vergeblich. Die Perspektive eines baldigen Todes würde mich erschrecken, so dass ich in Ohnmacht fallen würde. Die Einheimischen würden mich bewegungslose Frau in ihr Dorf tragen, um mich aufzufressen. Mein Gedanke wäre, was könnte ich machen, um zu überleben? Die Lösung wäre: das Herz des Befehlshabers zu erobern. Ich würde einige Tage Zeit haben, weil die Einheimischen mich vor dem Tode mästen würden. Fast eine Woche würde ich wie eine Prinzessin leben. Ich würde alles machen können, weil ich von der Insel sowieso nicht fliehen könnte. Ich würde die restliche Zeit genießen und versuchen mich abzulenken. Während eines Spaziergangs würde ich einen weißen Mann entdecken. Er würde in einer Höhle leben. Er wäre schlauer als ich, er wurde vor Jahren auch von den Einheimischen festgenommen, konnte sie überzeugen, dass er vom Gott gesendet wurde und sie ihm dienen müssen. Mein neuer Freund würde mir bestimmt helfen. Ich würde getröstet ins Dorf zurückgehen. So würde es auch gehen. Wenn die monotonischen Klänge meinen baldigen Tod verkünden würden, erschiene ein Priester. Es hätte für die Einheimischen ein Zeichen von Gott gegeben. Ich sollte frei gelassen werden. Ab diesem Moment würde ich als neue Göttin gepriesen werden.

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